Historische Plätze


Im Grasgarten in Weinberg stehen 4 Grenzsteine. Sie zeigen auf der einen Seite den brandenburgischen Adler, auf der anderen den Bischofsstab des Hochstifts Eichstätt. Sie sind die letzten von insgesamt 40 Steinen, des in den Jahren 1537 und 1738 vermarkten Ortsetters von Weinberg. Innerhalb des Etters unterstand in Weinberg die Hochgerichtsbarkeit und der Blutbann dem Eichstätter Fürstbischof, außeretters dem Markgrafen von Ansbach.


Schwedenkreuz 
bei Weinberg  

 
Im Gewann Galgenacker in Weinberg stand der Galgen des im Jahr 1433 erwähnten Hochgerichts.

Ein besonderer Platz war auch an der Heu- bzw. Reitersteige. Wenn in früherer Zeit Unklarheit darüber bestand, wer für einen Straf- oder  
  Rechtsfall zuständig sei, sah die Weinberger Dorfordnung von 1433 folgende Regelung vor:
"An der Heusteige solle man einen Schlegel werfen und wo der Schlegel seinen Stiel hinkehrt (hinzeigt), an dieses Gericht solle man sich wenden" bzw. den Delinquenten hinführen (nach Weinberg oder nach Weißenkirchberg). Nördlich von Weinberg stoßen die drei Bistümer Eichstätt, Augsburg und Bamberg (anstelle letzterem bis 1817 Würzburg) aneinander. Dieser Grenzpunkt wird bereits in der Dorfordnung von 1433 genannt und geht bis in die Zeit der Besiedlung in karolingischer Zeit zurück, als hier die drei 


Sühnekreuz bei der Elbleinsmühle (Sage von den Wäscherinnen)

karolingischen Gaue, der Maulachgau, der Rangau und der Sualafeldgau aneinander grenzten.Historischer Wegweiser und Ortstafel aus der Zeit des Königreichs Bayern in Hilsbach.

 
Fraisch- bzw. Hochgerichtssteine

1563 im Waldteil Gallenbühl vor Stadel 1738 bzw. 1789 beim Kesselkreuz (Aurach), Urselbusch (Wahrberg), an der Gemeindeverbindungsstrasse Eyerlohe - Neunstetten, sowie am Kappelberg bei Windshofen
Jagdsteine: Im Waldteil Emmerspitz (bei Weinberg)
Sühnekreuze: Bei der Elbleinsmühle, im Gewann  Kreuzacker, (am Weg zwischen Gindelbach und Gimpertshausen), Schwedenkreuz an der Strasse von Weinberg nach Röttenbach (1632 wurde Weinberg von den Schweden unter dem Obristen Spereuth niedergebrannt), Sühnekreuze beim Oppelskreuz in Weinberg (am ehem. Vehlberger Kirchenweg),Sühnekreuz bei der Wiesethquelle 


Fraisch (Hochgerichtsstein 
von 1563)


 
Brunnen und Quellen

Wiesethquelle in Weinberg, Seitzen-brunnenquelle, Brunnen und Quelle in Dietenbronn (Dietenbrunnen = Volksbrunnen), Bacchusbrunnen am Dorfplatz Weinberg, Brunnen in der Bachgasse in Weinberg, Luitpoldbrunnen im Waldteil Rotenberg bei Vehlberg (zur Erinnerung an seine königl. Hoheit Herrn Prinzregent Luitpold von Bayern).
 

Bäche und Flüsse

Flüsse im Gemeindegebiet = Altmühl, Wieseth, Sulzach, Große und Kleine Aurach, Seitzenbrunnenbach, Hausbach, Erlbach, Haselmühlgraben, Breitenauer Graben, Grünbühlgraben.


Luitpoldbrunnen bei Vehlberg
Bild von 1911



Weinberger Ettersteine (1536/1738)



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