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Weinberg und die Entwicklung ab 1791


Altes Gemälde über Weinberg



Am 28.2.1355 verkauft Erkinger von Wahrberg seinen Besitz zu Weinberg nebst den dortigen Zehnten bestehend aus 24 Anwesen, dem Badhaus, der Mühle und der Taverne (Gasthaus) sowie seinen Anteil an dem Gericht zu Weinberg an den Fürstbischof Berthold von Hohenzollern zu Eichstätt.

Verschiedene Bodenfunde u.a. ein Beil aus der Latenezeit lassen jedoch darauf schließen, dass die Gemeinde um Weinberg schon früher besiedelt war. Weinberg gehörte zur Herrschaft der Burg Wahrberg. In der 1. Dorfordnung aus dem Jahr 1430 wurden sowohl der Bischof von Eichstätt als auch die Herren von Wollmershausen als Gerichtsherren erwähnt. Letztere sind Besitznachfolger der Herren von Schwaberg, deren Burg, etwa 2 km westlich von Weinberg, vermutlich im 12. Jahrhundert abgegangen ist. Die Gerichtsrechte derer von Wollmershausen gingen um 1500 ganz an den Bischof über.

Bis ins 16. Jahrhundert hatte Weinberg ein Hoch(Hals)gericht (Galgen), einen Malefizpranger und ein Narrenhaus. 1601 hatte Weinberg 52 Gebäude. Auch hatte Weinberg im 30jährigen Krieg schwer zu leiden. 1632 berichtet der damalige Pfarrer die vollständige Ausplünderung des Pfarrhofs und der Kirche durch die Schweden.

Kirche WeinbergSeine Bibliothek sei geraubt worden, 82 "Zimmer" (Gebäude - fast das ganze Dorf) weggebrannt, in der Gemeinde wütete die Pest. Einem Brand im Jahre 1748 fallen 39 Gebäude zum Opfer. Im gleichen Jahr wird auch die Skapulierbruderschaft Sieben Schmerzen Mariä gegründet, die zur Erzbruderschaft des Benediktinerklosters Oberelchingen bei Ulm gehört. Den Grundbesitz in Weinberg teilen sich das Hochstift Eichstätt, das Kloster Sulz, das Chorherrenstift Feuchtwangen und als deren Nachfolger die Markgrafen von Ansbach.

Nach einem Vergleich aus dem Jahre 1537 und 1538 unterlag inneretters die hohe Gerichtbarkeit dem Bischof von Eichstätt und außeretters dem Markgrafen von Brandenburg-Ansbach. Eine sogenannte Freyung, in der Straftäter bis zum Ausgang ihres Strafprozesses Asyl genossen, bildete der Bereich der Weinberger Pfarrkirche. Der Zehnt zu Weinberg geht 1551 durch Tausch vom Eichstätter Bischof an die Markgrafen von Ansbach über. In drei Bistümer zu hören sind die Glocken der Pfarrkirche in Weinberg.

Nördlich von Weinberg stoßen die Bistümer Augsburg, Eichstätt und Bamberg (anstelle Letzterem bis 1817 Würzburg) aneinander. Dieser Grenzpunkt geht bis in die Karolingische Zeit zurück, als hier der Sualafeldgau, der Rangau und der Maulachgau aneinander grenzten. In den Weinberger Dorfordnungen von 1433 und 1500 wird der Grenzpunkt ebenfalls erwähnt.1975 wurde das Kirchenschiff bis auf den spätmittelalterlichen Turm abgerissen und ein moderner Betonbau errichtet. Mit dem Kirchenneubau wechselte auch das Patrozinium von St. Ägidius auf Sieben-Schmerzen-Mariä.

Die große Glocke der Weinberger Kirche wurde 1579 in Nürnberg gegossen und trägt die Inschrift "GOTTES WORT BLEIBT EWIG - GLAUB DEM MIT TAT BIST SELIG".In Weinberg entspringt die Wieseth.

Wisethbrunnen
DIE ENTWICKLUNG AB 1791
Durch den Vertrag vom 16. Januar 1791 trat der Markgraf von Ansbach sein Fürstentum an das Königreich Preußen ab. Nach Bekanntgabe der Besitzergreifung (Revindikation) am 26.6.1796 durch König Friedrich Wilhelm II. von Preußen wurden Aurach und Weinberg ebenfalls preußisch. Damit hat die über 700 Jahre dauernde Landesherrschaft der Eichstätter Fürstbischöfe ein Ende erreicht. Am 15.3.1806 kamen die Orte Aurach und Weinberg an das neue Königreich Bayern.

In den Wirren des napoleonischen Krieges hatten die Gemeinden mehrmals unter der Einquartierung fremder Truppenteile zu leiden und mussten schwere Kontributionen tragen.


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