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Menschen mit Handicap


Ortsdurchfahrt Aurach aus Sicht Behinderter sehr gelungen -
Musterbeispiel für barrierefreien Ausbau


Die neue Ortsdurchfahrt Aurach "testeten" im Hinblick auf Menschen mit körperlichen Einschränkungen (stehend von links) Bürgermeister Manfred Merz, Willi Piott, Planer Willi Heller, Baudirektor Heinrich Schmidt, Rainer Heckel und Anton Seitz. Vorne im Rollstuhl Otto Schottenhammel. Erkennbar auch die für Sehbehinderte wichtigen weißen Tastelemente im Gehwegpflaster.

Foto: Wenk


Die neugestaltete Ortsdurchfahrt Aurach wird aus der Sicht der Menschen mit körperlichen Einschränkungen als sehr gelungen erachtet. Dieses Fazit zogen kürzlich der Behindertenbeauftragte des Landkreises Ansbach, Anton Seitz, der stellvertretende VdK-Kreisvorsitzende Willi Piott sowie Otto Schottenhammel, VdK-Ortsvorsitzender aus Windsbach und Rollstuhlfahrer, bei einem Ortstermin in Aurach. Zu diesem "Stresstest" hatte Bürgermeister Manfred Merz eingeladen.

Auskünfte zu den technischen Details erteilten der leitende Baudirektor des Staatlichen Bauamtes Ansbach, Heinrich Schmidt, Planer Willi Heller und der technische Betriebsleiter der Gemeinde Aurach Rainer Heckel. Zunächst informierte Merz die Gäste über die Planung und über den Ablauf dieser umfangreichen Baumaßnahme. Seinen Ausführungen zufolge sei die komplette Infrastruktur samt Straße unter Trägerschaft der Gemeinde und in hervorragender Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Bauamt erneuert worden. Die Gesamtkosten bezifferte Merz mit rund 5,5 Millionen Euro.

Bei aller Bedeutung, die der Kraftfahrverkehr habe, so der Bürgermeister, sei es besonders auch darum gegangen, die Situation der schwächeren Verkehrsteilnehmer zu verbessern. So seien wichtige Elemente wie Barrierefreiheit, Busbuchten mit "Kasseler Sonderborden" einschließlich Wartehäuschen, eine behindertengerechte Lichtzeichenanlage für Fußgänger, ein kombinierter Geh- und Radweg, zwei zusätzliche behindertengerechte Querungshilfen und Gehwegabsenkungen bei den Einmündungen der Seitenstraßen geschaffen worden. Baudirektor Heinrich Schmidt äußerte sich dankbar, dass dieses Treffen zustande gekommen ist. Denn dabei könne man eventuelle Mängel erkennen und diese bei künftigen Projekten vermeiden. Die Ortsdurchfahrt Aurach gelte laut Schmidt als Musterbeispiel für einen barrierefreien Ausbau. An Straßen würden viele Nutzungsansprüche, wie etwa von Anwohnern, Durchfahrenden und auch von schwächeren Verkehrsteilnehmern, gestellt, warf Ingenieur Willi Heller ein, der anhand einer Planskizze die neuralgischen Abschnitte erläuterte. "Wir tun uns schwer die Sicht der Behinderten nachzuempfinden", meinte er. Wichtig sei es für Blinde und andere Behinderte, dass Bordsteinkanten und die Fußgängerüberwege entsprechend gestaltet und gekennzeichnet seien. Auch Anton Seitz erachtete es als vorteilhaft, auf diese "fertige Maßnahme" zu schauen. Denn durch Aurach fahre schließlich der halbe Landkreis.

In Sachen Barrierefreiheit, so Seitz, geschehe momentan ein Umbruch. Den Menschen mit Handicap werde mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Wie bei dieser Maßnahme auch, würden heute die Straßen verschmälert und die Gehwege verbreitert, stellte der Behindertenbeauftragte erfreut fest. Höchste Sicherheit sei seiner Meinung nach bei Fußgängerüberquerungen mit Signalanlagen gegeben. Sie schaffe klare Verhältnisse an viel befahrenen Stellen.

Bei der anschließenden Erkundung der Gehwege konnten sich die Gäste von den gelungenen Maßnahmen überzeugen. Gleich an der Fußgängerampel am Kirchplatz war schon aus gewisser Entfernung der Signaltakt für Blinde zu hören. Willi Piott wies darauf hin, dass sich unter dem Berührungselement der Ampelanlage ein weiterer Knopf befinde, der nach dem Drücken die Grünphase verlängere, was für Rollstuhlfahrer oder andere Behinderte wichtig sei. Vorschriftsmäßig seien, wie festgestellt, die Bordsteine des kombinierten Geh- und Radweges bei den Einmündungen der Seitenstraßen abgesenkt und die Tast-Richtungsfelder für Sehbehinderte eingelassen. Rollstuhlfahrer Otto Schottenhammel äußerte sich, wie alle anderen Teilnehmer des Stresstestes sehr zufrieden, auch wenn noch kleinere Mängel, die es bei künftigen Baumaßnahmen zu verbessern gelte, festgestellt worden seien.



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